Die BNS: Die Dirigentin des Schweizer Hypothekarmarktes
Die Schweizerische Nationalbank (BNS) ist die Institution, die den grössten Einfluss auf die Hypothekarzinsen in der Schweiz ausübt. Ihre Rolle zu verstehen und ihre Entscheidungen zu verfolgen, ist für jeden Eigentümer, der seine Hypothek intelligent verwaltet, unerlässlich.
Der Leitzins der BNS
Die BNS legt einen Leitzins fest – den Zinssatz, den sie auf die Sichtguthaben der Geschäftsbanken anwendet. Dieser Zinssatz beeinflusst direkt:
- Den SARON: der dem Leitzins der BNS sehr eng folgt
- Die Festzinsen: indirekt, über die Zinssätze der Obligationen der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Um die Funktionsweise des SARON: Alles über diesen Schweizer Hypothekarzinssatz verstehen besser zu verstehen, ist es wichtig, diese enge Beziehung zur nationalen Geldpolitik zu erfassen.
Der Transmissionsmechanismus
Auf den SARON
Die Beziehung ist quasi direkt. Wenn die BNS ihren Leitzins um 0,25% senkt, sinkt der SARON in den darauffolgenden Tagen um etwa 0,25%. Diese Reaktionsfähigkeit macht den SARON zu einem besonders sensiblen Indikator für geldpolitische Entscheidungen.
Auf die Festzinsen
Die Beziehung ist indirekter. Die Festzinsen sind an die Renditen langfristiger Obligationen gebunden, die von den Markterwartungen bezüglich Inflation und zukünftiger Geldpolitik abhängen – nicht nur vom aktuellen Leitzins. Diese Komplexität erklärt, warum die Wahl der Laufzeit bei der Wahl eines Festzinses: Welche Laufzeit für die Schweizer Hypothek? entscheidend ist.
Die Auswirkungen auf verschiedene Hypothekararten
SARON-Hypotheken
SARON-Hypotheken reagieren unmittelbar auf die Entscheidungen der BNS. Eine Senkung des Leitzinses um 0,25% wirkt sich direkt auf Ihre Zinsbelastung ab dem nächsten Quartal aus. Diese Reaktionsfähigkeit bietet Vorteile in Zeiten sinkender Zinsen, setzt aber auch der Volatilität aus.
Festhypotheken
Die Festzinsen antizipieren die künftigen Bewegungen der BNS. So kann eine angekündigte Senkung des Leitzinses bereits in die Festzinsangebote integriert sein, bevor sie überhaupt wirksam wird. Diese Antizipation macht das Timing der Refinanzierung entscheidend.
Wie verfolgt man die Entscheidungen der BNS?
Die BNS gibt ihre geldpolitischen Entscheidungen bei ihren vierteljährlichen Sitzungen (März, Juni, September, Dezember) bekannt. Diese Ankündigungen werden von den Finanzmärkten sehr genau verfolgt und beeinflussen sofort die Hypothekarbedingungen.
Zu überwachende Indikatoren
- Die Medienmitteilungen der BNS
- Die Entwicklung der Schweizer Inflation
- Die Spannungen um den Schweizer Franken
- Die internationale Wirtschaftslage




