Ein Markt unter anhaltender Spannung
Der Schweizer Immobilienmarkt bleibt einer der angespanntesten in Europa. Die Kombination aus einem strukturell unzureichenden Angebot, starker Zuwanderung und Finanzierungsbedingungen, die sich seit 2024 gelockert haben, hält einen Aufwärtsdruck auf die Preise aufrecht – trotz einiger lokaler Anpassungen.
Die Trends des Wohnimmobilienmarktes
Die Preise im Jahr 2025
Nach einer leichten Korrektur im Jahr 2023 haben die Preise für Wohnimmobilien 2024-2025 wieder einen moderat steigenden Trend aufgenommen. Diese Erholung wird durch den Rückgang der Hypothekarzinsen gestützt, welcher die Zugangsmöglichkeiten für Käufer verbessert. Die Entwicklung der Hypothekarzinsen im Jahr 2025 zeigt diese für Erwerber günstige Tendenz deutlich.
Die Preisschwankungen unterscheiden sich je nach Marktsegment. Eigentumswohnungen (Stockwerkeigentum) bleiben besonders gefragt und bieten einen zugänglicheren Einstiegspunkt als Einfamilienhäuser.
Der Wohnungsmangel
Die Schweiz leidet unter einem strukturellen Wohnungsmangel, insbesondere in den grossen Agglomerationen. Die Leerwohnungsziffer der Wohnungen bleibt in Städten wie Genf, Zürich und Basel auf historisch niedrigem Niveau.
Dieser Mangel erklärt sich durch mehrere Faktoren: die Komplexität der Baubewilligungsverfahren, die Knappheit von Bauland und die lokalen Vorbehalte gegenüber neuen Immobilienprojekten. Die öffentlichen Körperschaften versuchen, dieser Problematik durch Anreize zur Entwicklung gemeinnütziger Wohnungen zu begegnen.
Die anhaltende Nachfrage
Die Nettozuwanderung in die Schweiz bleibt hoch (80'000 bis 100'000 Personen pro Jahr), was die Nachfrage nach Wohnungen strukturell stützt. Diese Nachfrage richtet sich mangels Zugang zu Wohneigentum zunehmend auf Mietwohnungen.
Die Käuferprofile verändern sich ebenfalls. Junge Haushalte bevorzugen inzwischen den Kauf von Eigentumswohnungen anstelle des Neubaus, während sich Investoren zur Diversifizierung ihres Portfolios der Mietimmobilieninvestition zuwenden.
Die regionalen Unterschiede
Genferseeregion (Genf, Waadt)
Äusserst angespannter Markt, Preise gehören zu den höchsten Europas. Der Preisdruck bleibt trotz bereits sehr hoher Niveaus stark. Käufer müssen sich oft einem harten Wettbewerb stellen, wobei Verkäufe manchmal über dem ausgewiesenen Preis abgeschlossen werden.
Zürich und Umgebung
Dynamischer Markt, in relativer Hinsicht etwas zugänglicher als Genf. Die Zürcher Agglomeration erlebt eine starke Entwicklung und zieht Familien an, die ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis suchen und gleichzeitig einen einfachen Zugang zum Wirtschaftszentrum bewahren möchten.
Bern, Basel, Luzern
Ausgewogenere Märkte mit Möglichkeiten für gut vorbereitete Käufer. Diese Regionen bieten oft einen attraktiven Lebensrahmen mit moderateren Preisen, die besonders von Familien geschätzt werden.
Periphere Regionen
Der Aufschwung der Telearbeit hat das Interesse an weiter von den Zentren entfernten Regionen stimuliert, die manchmal ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Das Wallis, Graubünden und gewisse Regionen des Juras erleben ein bemerkenswertes Wiederaufleben des Interesses.




